Monaco – immer eine Reise wert

 

 

Wie glitzernde Perlen reihen sich die Städte entlang der Cote d’Azur, Monaco dabei als der schillernder Diamant in dieser Kette. Das auf einem riesigen Felsen errichtete Fürstentum, eingebettet zwischen Frankreich und Italien, hat sich seine Unabhängigkeit und seine unnachahmliche Eigenart bewahrt. Heute verbindet sich im Stadtstaat der Glanz vergangener Tage mit glitzernden Fassaden,  es feiern erlesenes Ambiente und Spitzentechnologien eine gekonnte Symbiose.

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(c) Michael Zamut – Monte Carlo Bay Hotel

Der Esprit der Belle Èpoche weht im legendären Hotel de Paris, im Hermitage und im -zu den führenden Hotels der Welt gehörenden – Métropole. Es muss ja nicht gleich die Winston-Churchill-Suite mit 210 qm im obersten Stockwerk des Hotel de Paris sein, die 10.000 Euro pro Nacht kostet.
In modernen Vier-Sterne-Hotels wie dem Novotel, dem Fairmont – mit Meerblick – und dem Mèridien Beach Plaza sind Zimmer je nach Jahreszeit ab 200 bis 300 Euro zu haben. Teurer sind natürlich die oben genannten, sowie das kleine Boutique-Hotel Port Palace mit herrlichem Ausblick auf den Hafen , das ansprechende Design-Hotel Columbus im Stadtteil Fontvieille und das exklusive Monte Carlo Bay Hotel.

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(c) Michael Zamut – Palace of Justice

Zwei Dinge haben alle Hotels gemeinsam: Im Eldorado der Reichen und Superreichen hat sich ein Service entwickelt, der wohl kaum noch zu überbieten ist. Und von allen Hotels, selbst denen am Strand, sind das Zentrum und alle Sehenswürdigkeiten in Minuten zu Fuß zu erreichen. Man muss sich mal vergegenwärtigen, dass der ganze Staat mit seinen 32 000 Einwohnern nur eine Fläche von etwa 1,9 km2 aufweist, einschließlich Fontvieille, das dem Meer abgerungen wurde. Eine andere Ausdehnung kann auch nicht erfolgen, daher ist weitere Landgewinnung geplant. Eine negative Begleiterscheinung der Enge ist die Verkehrsüberlastung auf den schmalen, verwinkelten Straßen. Zusätzliche etwa 30 000 Menschen strömen aus den angrenzenden Städten täglich zur Arbeit nach Monaco. Man weicht aus, schlendert genüsslich an den Promenaden entlang des Meeres, wo auch nette Restaurants zu durchaus erschwinglichen Preisen zum Verweilen und einladen.

Wegen der extrem kurzen Wege ist Monaco ein idealer Ort für Kongresse.  Fast alle größeren Hotels haben Tagungsräume unterschiedlicher Größen. Es gibt Säle mit einer Kapazität von bis zu 1800 Personen. Dazu kommen drei private Mehrzweckkomplexe, sowie das Grimaldi Forum mit 10 000 m2 Ausstellungsfläche, 3 Konzertsälen, 11 Kongressräumen,  3 Restaurants und 6 Feinkostgeschäften. Es wurde zum wiederholten Mal von der englischen Zeitschrift „Meeting and Incentive Travel“ zum weltbesten Kongresszentrum außerhalb Großbritanniens gewählt. Die Regierung hat eigens das Monaco Convention Bureau geschaffen um Kongressveranstalter beraten zu können.

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(c) Michael Zamut – Church of Sainte Devote

Nach solcherlei Eskapaden geht es dann zur Entspannung in den Spa. Fast alle genannten Hotels haben einen großen Wellness-Bereich mit auf die Bedürfnisse des Gastes zugeschnittenen Anwendungen. In den zur „Societè des Bains Monaco“ gehörenden „Thermes Marins de Monte Carlo“ mit seinen 6 600 auf das Meer blickenden hypermodernen Quadratmetern steht die Thalasso-Therapie im Mittelpunkt. Dreihundert Meter von der Küste entfernt wird das Meerwasser aus 37 Metern Tiefe gepumpt, wo es besonders rein ist und eine hohe Konzentration gesundheitsfördernder Spurenelemente aufweist.

Natürlich gibt es jede Menge Gourmet-Tempel, erlesene Weine – im Keller des Hotel de Paris lagern rund 60 000 Flaschen -, tolle Nachtclubs und superelegante Boutiquen.
Ebenfalls sehr empfehlenswert ist das wunderschöne Restaurant im Cafe de Paris, in welchem exquisite Gerichte serviert werden.

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(c) Michal Zamut – Hotel Post Palace Terasse

So verbindet sich in Monaco Wohlbefinden mit Eleganz, Luxus und Vergnügen zum Lebensgenuss. Wer einmal eintauchen möchte in diese scheinbar sorgenlose Welt, seiner Liebsten einmal das Besondere, das unvergessliche Erlebnis bieten möchte, der ist hier richtig. Nur neidisch darf er nicht sein auf die, die mehr besitzen als man selbst. Mit dem Flugzeug kommt man schnell und preiswert nach Nizza, und von dort sind es nur sieben Minuten mit dem Hubschrauber. Aber genauso ist eine gemütliche Anreise mit dem Auto möglich, sofern man dieses auch für die Erkundung der umliegenden Gegend verwenden möchte. In Monaco selbst ist es die bessere Wahl, sich mit den Bussen zu begnügen oder das reizvolle Stadtgebiet zu Fuß zu erkunden. Die Parkplatzsituation ist schwierig und lädt nicht unbedingt dazu ein mit dem Auto die einzelnen Sehenswürdigkeiten zu erreichen.  Meiden sollte man vielleicht auch die Zeiten der Großereignisse, wie das Zirkusfestival oder den Grand Prix, sowie die Monate Juli und August, in denen Monaco von Touristenströmen heimgesucht wird.

Ohne großen Zeitaufwand kann man viel sehen und erleben. Ein Muss ist natürlich ein Bummel durch Monaco Ville, die auf dem Felsen thronende Altstadt, mit dem Fürstenpalast der Grimaldis, der Kathedrale und dem wirklich beeindruckenden Ozeanographischen Museum und Aquarium, das 30 Jahre lang unter der Leitung des Tiefseetauchers Jean-Yves Cousteau stand. Naschkatzen sollten vielleicht nach der Chocolaterie Ausschau halten, die für die Fürstenfamilie köstliche Pralinen herstellt. Von beiden Seiten des Palastes hat man spektakuläre Ausblicke auf die Häfen Hercule und Fontvieille. Eine atemberaubende Panoramasicht auf Monaco bietet sich  vom über der Stadt gelegenen Exotischen Garten, der allein schon wegen seiner Tausenden von Kakteen und Sukkulenten einen Besuch wert ist. Nicht zu vergessen sei die Grotte de l’observatoire deren Eingang etwa in der Mitte des Gartens liegt.  Entlang des Parcours Princesse Grace kommt man zu dem von der Fürstin initiirten japanischen Garten, einem Ort vollendeter Harmonie.

(c) Michael Zamut - The Oceanographical Museum
(c) Michael Zamut – The Oceanographical Museum

Hochkarätige Ausstellungen, das Philharmonische Orchester, die Oper, die weltberühmten „Les ballets de Monaco“ und mehrere Museen bieten das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Der Autoliebhaber, der schon an der Unzahl von edlen Schlitten aller Nobelmarken auf den Straßen seine Freude hat, wird sich vielleicht lieber die fürstliche Sammlung von 100 Oldtimern anschauen, die möglicherweise durch einen geplanten Umzug in ein neues Gebäude in nächster Zeit verkleinert wird.
Oder vielleicht -das wird von zwei Agenturen angeboten – im Ferrari die Strecke des Grand Prix abfahren. Wer ein bisschen mehr Geld ausgeben will, um einen noch höheren Adrenalinstoß zu bekommen, kann an Bord eines Albatros Jetfighters in die Lüfte gehen. Oder er mietet sich übers Wochenende eine der im Hafen liegenden schwimmenden Luxusjachten. Vielleicht gewinnt er das nötige Kleingeld dafür auch im Kasino. Eine der beliebtesten Arten mühelos zu Geld zu kommen, ist ja – neben dem Zocken an der Börse – das Glücksspiel. Und wenn es mit dem Gewinn nicht klappen sollte, wird die phantastische Atmosphäre in den prächtigen Sälen des traditionsreichen Hauses eine denkwürdige Erinnerung bleiben.

Michael Zamut